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Vegetationszonen: Tundra


Allgemein:
Die Tundra (auch Kältesteppe genannt) bedeckt Teile der Subpolarzone der Arktis. Sie ist gewissermaßen die „Übergangszone“ zwischen den arktischen Eisgebieten und dem nördlichen Nadelwald. Die Vegetation in der Tundra besteht aus einem baumlos Pflanzenbestand, da die Böden zu einem Großteil des Jahres bis in eine Tiefe von 400 Metern gefroren sind (Permafrostböden) und nur im Sommer oberflächlich auftauen.

Tundra Bild 1: Kältesteppe (Tundra) in Nunavut, Kanada

Klima:
Die Temperaturen betragen in der Tundra im Jahresmittel etwa -15 Grad Celsius. Im Winter werden Temperaturen bis zu -50 Grad Celsius erreicht, während das Thermometer im Sommer bis auf +15 Grad Celsius hochklettert. Der Niederschlag ist recht gering, er beträgt ca. 300mm. Das ist ungefähr die Hälfte des Niederschlages, der in Deutschland herrscht.

Vegetation (Flora):
Die Böden in der Tundra sind zu einem großen Teil des Jahres bis in große Tiefen gefroren und tauen auch im Sommer nicht komplett auf. Aus diesem Grund kann Schmelzwasser nicht abfließen und es ist trotz des relativ geringen Niederschlages genug Feuchtigkeit vorhanden, sodass Gräser, Kräuter und kleinere Sträucher in den wärmeren Monaten des Jahres wachsen können. Die Wachstumsvoraussetzungen der meisten Gewächse können allerdings nur in 2-3 Monaten des Jahres erfüllt werden, sodass die vegetative Phase nur sehr kurz ist. Größere Pflanzen können unter solchen Bedingungen nicht gedeihen, da ihre Wurzeln bis in die Permafrostböden reichen würden und sie während der Wintermonate nicht vollständig von der Schneedecke bedeckt werden würden, welche die kleineren Pflanzen schützt.

Tierwelt (Fauna):
Nur wenige Tierarten überleben in der Tundra, so zum Beispiel Lemminge, Polarfüchse, Schneehasen, Rentiere und Schneehühner.

Rentier auf einem Felsen in der Tundra Bild 2: Ein Rentier in Nunavut, Kanada

Nutzung des Menschen:
Aufgrund der schlechten klimatischen Bedingungen kann in der Tundra keine Landwirtschaft betrieben werden. Einige in der Tundra beheimatete Volksstämme betreiben jedoch noch vereinzelt Rentierhaltung. Die wenigen hier heimischen Menschen leben hauptsächlich von der Jagd auf Meeressäuger wie Robben oder kleinere Wale oder vom Fischfang.

Auswirkungen des Klimawandels:
Der Klimawandel hat viele Auswirkungen auf diese Vegetationszone: Durch die Klimaerwärmung geht die Eisfläche der Polargebiete stark zurück, sodass Bodenschätze - wie zum Beispiel große Erdölvorkommen - ausgenutzt werden können. Da jedoch nicht eindeutig geklärt ist, wem diese Bodenschätze gehören, entsteht ein regelrechter Kampf um die Rohstoffe. Ein Hauptproblem beim Abbau der Rohstoffe ist die Erbeutung ohne Rücksicht auf die Umwelt. Dadurch werden die empfindlichen Böden, das Grundwasser und die Eisflächen vergiftet bzw. verschmutzt, sodass ein großer Umweltschaden entsteht.
Eine weitere Folge des Klimawandels, die allerdings alle Vegetationszonen betrifft, ist die regelrechte Verschiebung der Klimazonen. Durch den Temperaturanstieg werden die Tundren und Polargebiete immer weiter zum Nord- und Südpol hin verschoben und wärmere Klima- und Vegetationszonen breiten sich aus. Dadurch sinkt die Fläche der Tundren deutlich, sodass es in naher Zukunft bereits zum Aussterben der beheimaten Tier- und Pflanzenarten kommen könnte. Besonders betroffen sind Arten, die sich nicht schnell genug anpassen können und den veränderten klimatischen Bedingungen schutzlos ausgeliefert sind.



Quellen:

   » Klett Lehrwerk Online
   » Wikipedia
   » Lerntippsammlung

Bildnachweise:

   Bild 1: © Christopher Howey - Fotolia.com
   Bild 2: © Christopher Howey - Fotolia.com

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