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Vegetationszonen: Laub- und Mischwald


Allgemein:
Der sommergrüne Laub- und Mischwald ist die Vegetationszone, in der sich beispielsweise Deutschland, Österreich und die Schweiz befinden. Wie in den weiter nördlich liegenden Vegetationszonen (Tundra und Nördlicher Nadelwald) gibt es hier ausgeprägte Jahreszeiten. Das Klima ist gemäßigt, das heißt, der Winter ist recht mild und die Sommer sind angenehm warm.

Laub- und Mischwald Bild 1: Buchenwald in Deutschland

Klima:
Durch das herrschende Jahreszeitenklima unterscheiden sich die klimatischem Bedingungen im Sommer und Winter sehr stark. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 6 bis 14 Grad Celsius. Der jährliche Niederschlag beträgt 600 bis 900mm und fällt über das ganze Jahr verteilt, sodass keine längeren Trockenperioden entstehen. Die 3-4 Monate andauernde Winterzeit ist mäßig kalt und es entsteht keine lang anhaltende Schneedecke.

Vegetation (Flora):
Aufgrund der langen Vegetationszeit und der über das gesamte Jahr verteilten Niederschlagsmenge bietet die Vegetationszone der Laub- und Mischwälder gute Wachstumsbedingungen für viele Pflanzenarten. Vorherrschend sind Wälder aus Buche, Eiche, Fichte sowie Sträucher und Kräuter. Nadelbäume sind vor allem in höheren Lagen zu finden. Laubbäme sind gegenüber Nadelbämen in der Mehrheit. Heute sind in Europa kaum noch ursprüngliche Urwälder erhalten. Die meisten Waldgebiete werden wirtschaftlich genutzt und repräsentieren nicht mehr die Artenvielfalt der ursprünglichen Laub- und Mischwälder.

Tierwelt (Fauna):
Die Laub- und Mischwälder beherbergen eine artenreiche Fauna mit ca. 6.000 Arten. Gut bekannte Säugetiere sind beispielsweise Hirsche, Wildschweine, Füchse, Eichhörnchen und Wildkatzen. Neben den Säugetieren kommen Vogelarten wie Buchfink, Specht und Waldkauz, sowie viele Reptilien- und Amphibienarten vor.

Wildschweine im Laub- und Mischwald Bild 2: Eine Gruppe Wildschweine auf Nahrungssuche

Nutzung des Menschen:
Aufgrund der guten klimatischen Bedingungen können vielfältige landwirtschaftliche Produkte wie z.B. Kartoffeln, Mais und verschiedene Getreidearten angebaut werden. Für die Menschen wirtschaftlich interessant ist auch die Forstwirtschaft, die jedoch dazu geführt hat, dass ein Großteil der Laub- und Mischwälder nicht mehr in seiner ursprünglichen, artenreichen Form vorkommt.

Auswirkungen des Klimawandels:
Die Klimaerwärmung wird auf den Laub- und Mischwald deutlichen Einfluss haben. Die Vegetationszone wird sich in Richtung Norden verschieben, da es im Süden zu heiß für einen dichten Waldbewuchs wird, während die nördlichen Bereiche ein gemäßigtes Klima annehmen und damit Laubbaumbewuchs ermöglichen werden. Zudem sind Wachstumsveränderungen an den Bäumen zu befürchten, was vor allem an einer höheren CO2-Konzentration in der Luft liegt. Weitere Probleme sind der zunehmende Schädlingsbefall - auch durch invasive Arten - sowie die erhöhte Gefahr von Waldbränden.


Quellen:

   » Klett Lehrwerk Online
   » Wikipedia
   » abipur.de

Bildnachweise:

   Bild 1: © Smileus - Fotolia.com
   Bild 2: © Budimir Jevtic - Fotolia.com

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