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Vegetationszonen: Hartlaubgehölze


Allgemein:
Die Vegetationszone der Hartlaubgehölze zeichnet sich besonders dadurch aus, dass ein Großteil der Niederschläge im Winter fällt und im Sommer häufig sehr lange Trockenperioden herrschen. Das Pflanzenwachstum findet fast ausschließlich in den Wintermonaten statt und die Pflanzen haben oft charakteristische Eigenschaften, die sie gegen die Dürreperioden im Sommer und gegen nährstoffarme Böden schützen können.

Olivenbäme Bild 1: Olivenbäme gehören zu den typischen Hartlaubgewächsen

Klima:
Charakteristische Klimabedingungen sind die regenreichen, milden Winter sowie die trockenen, warmen Sommer. Im Winter werden Durchschnittstemperaturen von 7 bis 12°Celsius erreicht, im Sommer herrschen Temperaturen um 25°Celsius. Der jährliche Niederschlag von ca. 300 bis 700mm fällt meist in den Wintermonaten in starken Regenergüssen, sodass ein Großteil des Wassers nicht von den Pflanzen aufgenommen werden kann.

Vegetation (Flora):
Wie der Name vermuten lässt, zeichnet sich die Vegetation in dieser Zone durch Hartlaubgehölze aus. Diese immergrünen Gewächse sind häufig sehr langlebig und können im Laufe ihres Wachstums sehr knorrige Formen bilden. Sie besitzen Blätter, die klein und hart sind und damit gut gegen Trockenheits- und Hitzeperioden geschützt sind. Zudem verfügen sie über ein ausgedehntes Wurzelsystem, um genügend Nährstoffe aus dem eher nährstoffarmen Boden aufnehmen zu können. Typische Arten der Hartlaubgehölze sind Oliven- und Lorbeerbäume sowie Korkeichen. Die ursprüngliche Vegetation dieser Vegetationszone ist durch menschlichen Einfluss in der Vergangenheit fast überall stark geschädigt worden, sodass häufig nur noch Sträucher, jedoch keine Baumarten mehr wachsen können.

Tierwelt (Fauna):
Die Fauna besteht vorwiegend aus kleineren Tieren, so leben hier beispielsweise viele unterschiedliche Vogel- und Nagerarten sowie Insekten. Charakteristisch sind zudem Eidechsen und Schlangen.

Griechische Landschildkröte Bild 2: Griechische Landschildkröte

Nutzung des Menschen:
Die ausgeprägten Trockenperioden im Sommer führen dazu, dass eine landwirtschaftliche Nutzung in dieser Vegetationszone nur eingeschränkt möglich ist. Typisch im Mittelmeerraum ist beispielsweise der Orangen- oder Olivenanbau. Prinzipiell gedeiht eine Vielzahl von Pflanzen durch die hohe Sonneneinstrahlung sehr gut, sofern im Sommer bewässert wird. Aus diesem Grund findet man viele bewässerte Felder und Gewächshäuser in dieser Vegetationszone.

Auswirkungen des Klimawandels:
Der Klimawandel könnte in Zukunft dazu führen, dass die Trockenperioden im Sommer länger und wärmer werden. Dies hätte viele negative Folgen für die Vegetation, da diese mit noch schlechteren klimatischen Bedingungen zurechtkommen müsste. Zudem ist es wahrscheinlich, dass auch die Anzahl an Waldbränden zunehmen wird. Für die vor Ort lebenden Menschen ist ein geringerer landwirtschaftlicher Ertrag beziehungsweise ein noch größerer Bewässerungseinsatz zu erwarten, obwohl die Bewässerung bereits jetzt in einigen Gebieten zu Wasserknappheit und Umweltproblemen führt.


Quellen:

   » Klett Lehrwerk Online
   » Wikipedia
   » amleto.de
   » scivit.de

Bildnachweise:

   Bild 2: © foto_tech - Fotolia.com
   Bild 2: © Mik Roge - Fotolia.com

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